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8. September 2010
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Gargano - der Sporn Italiens
Der Sporn Italiens war in erdgeschichtlichen Zeiten eine Insel, die heute durch das fruchtbare Tafelland (Tavoliere) von Foggia mit der Apenninhalbinsel verbunden ist. Das früher schwer zugängliche, da karstig zerklüftete Vorgebirge erreicht Höhen von über 1000 m und schiebt sich ca. 65 km in die südliche Adria vor.
Das Innere des Gargano war bis zum Beginn dieses Jahrhunderts nur über Pfade zugänglich, wobei der westliche Teil stark verkarstet und der östliche herrlich bewaldet ist. Der westliche Teil der Hochebene ist kahler und steiniger und zeigt vielfältige Karsterscheinungen.
Besonders beeindruckend ist natürlich die Küste: im Norden beginnend mit langen, flachen Sandstränden, die nur durch kleine Felsvorsprünge unterbrochen werden.
Ab Rodi Garganico -ein antiker Ort und ein schickes und lebhaftes Badezentrum- wird die Küste steiler, zerklüfteter und ungemein abwechslungsreich.
Peschici ist sicherlich einer der schönsten Badeorte: das mittelalterliche und gut erhaltene Zentrum mit seinen weißen Häuschen thront malerisch 90 m hoch auf einem Felsrücken über dem Meer. Die idyllischen Gassen mit vielen kl. Geschäften und Lokalen laden zu einem gemütlichen Bummel ein.
Die Küstenstraße nach Vieste windet sich durch dichtes Grün über dem Meer entlang. Das auf antiken Ursprung zurückreichende Vieste zeigt ebenfalls einen schönen mittelalterlichen Kern und ist das Zentrum eines schon recht stark ausgeprägten Sommertourismus, was die Vielzahl von Hotels, Ferienanlagen und Campingplätzen beweist. Bekannt ist der Pizzomunno, ein hinkelsteinartiger Riesenmonolith, der sich aus dem Sandstrand erhebt.
Weit einsamer, da unzugänglicher, ist die traumhafte Küste zwischen Vieste und Mattinata mit ihren Kalkklippen, alten Wachtürmen und kl. Buchten.


Murgia dei Trulli
Die Trulli-Zone, nördlich von Taranto, ist ein grünes Hügelland, früher Wald, heute Öl-, Mandel-, Obstbäume, bedeutendes Weinanbaugebiet und viel Gemüse, die Felder, meist mit Feldsteinmäuerchen abgetrennt, mit ihrer rotbraunen Erde sind dazu ein faszinierender Kontrast.
Ursprünglich waren die Trulli Feldhütten, Ställe, Lagerräume und Wohnhäuser der Bauern, ehe viele dem Verfall preisgegeben wurden. In den letzten Jahrzehnten wurden sie für den Tourismus entdeckt und zunehmend aufwendig restauriert.



Salento -Die südöstliche Spitze Italiens
Der Salento ist der weniger bekannte Bruder des Gargano: ebenfalls eine Halbinsel, die die südliche Adria und das ionische Meer trennt, so weit nach Südosten vorgeschoben, daß man an klaren Tagen die Küste Albaniens sieht. Die Qualität des glasklaren Meerwassers übertrifft noch die des Gargano, die Sommer sind trocken und heiß, Badesaison von Mai bis Oktober! Das Landesinnere des Salento ist sehr fruchtbar und wird landwirtschaftlich genutzt, dominierend sind riesige, uralte Olivenhaine und Weinfelder.
Bekannte Badeorte sind Torre dell'Orso, Otranto, S. Cesarea Terme, Castro Marina und Gallipoli, um nur einige zu nennen.


Weitere Fotos, Erläuterungen und Hinweise finden Sie zu den einzelnen Gebieten unter "Regionales"


 







 
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